Angus2018-12-25T20:24:52+00:00

Angus – Herkunft

Das Aberdeen Angus, wohl eher bekannt unter dem Namen Angus Rind, hat seine Ursprünge im frühen 19. Jh. in Schottland. Im nordöstlichen Teil des Landes liegen die vier Provinzen Aberdeen, Banff, Kincardine und Angus. Alle diese Provinzen grenzen an die Nordsee und verfügen über Hoch- und Bergland. Das fruchtbare Land und das gute Klima machen die Gegend zu einem guten Standort für Landwirtschaft, auch wenn die Topografie anderes vermuten lässt. Die ständigen Regenfälle, mit welchem Schottland gesegnet ist, machen die Wiesen saftig und ideal für Rinderhaltung. Hier wurden einige der besten reinrassigen Rinder gezüchtet, die von hier aus die Welt erobern sollten.
Das Aberdeen Angus entstammt zwei damals bekannten Rassen. In der Region Angus wurden schon seit dem 16. Jh. Rinder gezüchtet, die den Namen „Angus doddies“ trugen. In Aberdeenshire wurden zur gleichen Zeit die Buchan „humlies“ gehalten, eine Rasse von Arbeitsochsen. Aus den Kreuzungen beider Rassen stammt das heutige Aberdeen Angus Rind ab. Zwar lassen sich, wie gerade aufgeführt, die Ursprünge der Rasse weiter zurückverfolgen, das Herdenbuch (1862) und die Gesellschaft für Angus Rinder (1879) entstanden aber erst wesentlich später.

Merkmale

Aberdeen Angus Rinder sind meist von schwarzer Färbung, haben einen leichten Kopf und rassetypisch keine Hörner. Es gibt auch rotgefärbte Rinder, die genetisch der gleichen Rasse entstammen. In den USA wir jedoch zwischen Black Angus Cattle und Red Angus Cattle unterschieden. Die sanftmütigen Tiere sind anspruchslos in der Haltung und sehr widerstandsfähig. Die Kühe bringen ihre Kälber ohne Hilfe in freier Natur auf die Welt, auch bei -15 ° im tiefsten Winter. Die Kälber können sofort laufen und fangen kurz nach der Geburt an bei der Mutter zu saugen.  Aberdeen Angus Rinder kalben einmal im Jahr und das über einen langen Zeitraum. Es ist nicht ungewöhnlich, dass 12-13 jährige Mutterkühe noch kalben.

Fleischqualität

Die Besonderheit der Angus Rasse ist es, dass sie mit verhältnismäßig wenig Futter das gewünschte Schlachtgewicht erreichen. Dieses liegt bei einem ausgewachsenen Bullen (135 -150 cm Widerristhöhe) bei ungefähr einer Tonne. Eine Kuh bringt durchschnittlich 500 kg auf die Waage, bei einer Größe von 125-140 cm Widerristhöhe. Durch ihren leichten Knochenbau und gute Bemuskelung, erreicht man eine gute Schlachtausbeute von etwa 60 %. Sie nehmen schnell an Gewicht zu, auch bei widrigen Bedingungen und ohne Zufüttern.
Das Fleisch der Angus Rind ist dunkelrot und von zarter Marmorierung. Der intramuskuläre Fettanteil und Marmorierung des Fleisches ist bei Angus Rindern besonders hoch. Hier geht es darum wie gleichmäßig sich das Fett im Fleisch verteilt. Fett ist ja bekanntermaßen Geschmacksträger. Je gleichmäßiger verteilt, desto besser das Fleisch. Außerdem ist es kurzfaserig und sehr zart. Durch die eine längsmögliche Weidehaltung hat es weniger Cholesterin und ist daher auch wesentlich gesünder als das Fleisch ihrer Artgenossen aus Stallhaltung.
Das Angus Rind ist heute eine wirklich internationale Rasse. Sie sind der dominierende Fleischlieferant in den USA, Kanada, Argentinien, Neuseeland und Australien. Auch in Europa erfreut sich die Rasse immer mehr Beliebtheit. Qualität setzt sich durch.