Rasse Blonde d´Aquitaine

Die Rasse hat ihren Ursprung im Südwesten Frankreichs (aus der Gegend zwischen den Pyrenäen und Bordeaux), wo sie aus einer Kreuzung von drei verschiedenen Rinderrasen (Garonaise, Blonde de Quercy und Blonde de Pyrénés) entstand. Das Blonde d` Aquitaine Rind  berzeugt durch ihr sanftes Gemüt, ihre Umgänglichkeit und hervorragende Futterverwertung. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Ursprungsrassen hauptsächlich als Zugtiere genutzt wurden, was auch die herausstechende Bemuskelung erklärt.
Die Rasse besitzt Langlebigkeit, gute Fruchtbarkeit und gute Muttereigenschaften. Das Erstkalbealter liegt bei durchschnittlich 2,5 Jahren. Die Durchschnittskuh erreicht ein Alter von bis zu 11 Jahren mit ca. 8 Kälbern. Sie ist eine reine Fleischrasse, das heißt sie wird nicht zur Milcherzeugung, sondern nur zur Fleischproduktion verwendet. Aus diesem Grund betreibt man mit Blonde d’Aquitaine-Rindern auch Mutterkuhhaltung, bei welcher die Kühe die Kälber säugen und die Kälber somit nicht mit Milchaustauschern gefüttert werden müssen.
Tiere der Blonde d’Aquitaine-Rasse haben ein hellgelbes bis weizenfarbenes Fell und unpigmentierte Schleimhäute, die daher rosa erscheinen. Fleischtragende Partien, wie Keule, Rücken und Schulter sind sehr stark ausgeprägt. Die Kühe der Blonde d’Aquitaine-Rasse sind sehr großrahmig und werden als leichtkalbig beschrieben. Die Kühe dieser Rasse erreichen im Durchschnitt eine Widerristhöhe von ca. 1,50m und ein Gewicht von 900 bis 1100 kg. Die Bullen werden noch etwa 10 cm höher und ihr Gewicht liegt zwischen 1200 und 1500 kg. Die Tiere haben eine sehr dünne und feine Haut, feine aber starke Knochen. In Frankreich gibt es etwa 300.000 Blonde d’Aquitaine Mutterkühe, in Deutschland erst etwa 1800.